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Screentherapy erforscht möglichen Einsatz von Videokonferenzen (Netmeeting mit WebCam und Mikrofon etc.)und interaktiven Multimedia-Materialien (MIMMIs) in der psychologischen Psychotherapie. Dipl.-Psych. Ursula Lindauer, approbierte psychologische Psychotherapeutin, Berlin, führt Interviews und Gespräche.

 

 

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"Screentherapy" ist eine Langzeitstudie, die untersuchen soll, welche Möglichkeiten und Werkzeuge von Internet und Multimedia in einem therapeutischen Umfeld eingesetzt werden können.
Web-gestützte Methoden zur Bewältigung von "Streß" und "Frust" steht dabei zunächst im Vordergrund. Mit den neuen Dialog-Konzepten können aber auch andere "Einsatzgebiete" der psychologischen Intervention erschlossen werden.

Das "klassische" Setting - der Klient kommt persönlich in die Praxis des Therapeuten - wird zwar nicht abgelöst, wohl aber ergänzt durch die neuen Möglichkeiten des Internet.
Der virtuelle Besuch beim Psychologen per Videokonferenz ermöglicht dem Klienten auf eine bequeme Art, die Vorteile einer professionellen psychologischen Interaktion kennenzulernen und zu nutzen.

Mit zunehmender Bandbreite der Übertragung - vor allem das in den USA schon weit verbreitete DSL - werden sich bewegte Bilder und Töne auch in der Kommunikation von Person zu Person ("One-to-One") durchsetzen.

Im Laufe der nächsten Jahre wird "Screentherapy" eine Reihe von neuen therapeutischen Ansätzen erarbeiten und in der psychologischen Arbeit einsetzen.

Screentherapy wird sich in diesem Zeitraum zu einer festen Institution entwickeln - für Klienten ebenso wie für Therapeuten.
Mit "Screentherapy" werden zeittypische Problemfelder und neue Personengruppen erreicht, die normalerweise keinen Gebrauch vom Beratungsangebot der Psychologen und Therapeuten machen.
"Screentherapy" nutzt modernste Technology, um letztlich das noch besser zu leisten, was seit 100 Jahren von Psychologen und Therapeuten erwartet wird: eine individuelle therapeutische Kommunikation mit dem Klienten unter den hilfreichsten äußeren Voraussetzungen.
Die Möglichkeiten der graduellen Anonymität im Internet senkt die Eintrittsbarrieren von Hilfesuchenden in entscheidendendem Maße. Dies führt die Klienten zu einem sehr frühen und damit therapeutisch günstigen Zeitpunkt an den Psychologen heran.
Ursula Lindauer, Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin in Berlin:
Der Mensch steht als schöpferisches Wesen in ständiger Interaktion mit seiner Umwelt.
Jeder Mensch ist anders. Es gibt kein Muster, kein Rezept, das für alle taugt. Das gilt für das Leben selbst genauso wie für die Psychologie.
Das Internet birgt das Risiko der Vereinsamung in gleichem Maße wie es die Chance zusätzlicher Kommunikation enthält.
Es liegt an jedem selbst, wie er das Internet nutzt. Was auch immer wir im Internet tun: Wir erfahren immer die Ambivalenz der Möglichkeiten - die neuen Vorteile ebenso wie die neuen Probleme.

Wenn es "Werkzeuge" gibt, die Wege abkürzen ohne gleichzeitig Umwege zu erzeugen, soll man sie nutzen.

Die Anonymität des Webs kann ein großer Vorteil sein - wenn sie Menschen Mut macht, sich mitzuteilen und Hilfe zu suchen.
 
Was ich nicht bieten kann...

Eine Psychotherapie im klassischen Sinn setzt nach herrschender Meinung in Fachkreisen voraus, daß sich Klient und Therapeutin persönlich treffen.

Sicherlich wird das so bleiben.

"Screentherapy" ist - bei aller Nähe der Begriffe - keine psychologische Psychotherapie.

Screentherapy ist nicht als Werbung für psychotherapeutische Dienstleistungen gedacht.

Über die "Screentherapy"-Site wird keine psychologische Psychotherapie betrieben.

Sämtliche über "Screentherapy" entstehenden Gespräche haben rein beratenden Charakter oder sind Teil einer wissenschaftlichen Studie.